Behandlungsfelder

In der Leiste finden Sie die Übersicht der Behandlungsfelder in unserer Praxis.

 

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Stimmstörungen (Dysphonien)

Stimmstörungen können funktionell oder organisch bedingt sein.

Man unterteilt Stimmstörungen in 3 Gruppen:


- Hyperfunktionelle/Hyperkinetische Dysphonie:


Durch einen unökonomischen Stimmgebrauch verursacht, zeigt sich bei der

hyperfunktionellen oder hyperkinetischen Dysphonie eine heisere und belegte Stimme.

Die Stimmeinsätze sind hart und gepresst. Weitere Symptome wie Räusperzwang,

Druckgefühl, Trockenheit im Mund- und Rachenraum, Sprechanstrengung

und Hochatmung können bestehen.

 

- Hypofunktionelle/Hypokinetische Dysphonie:


Durch verminderte Muskelspannung der Kehlkopf- Muskulatur zeigt sich bei der Hypofunktionellen

oder hypokinetische Dysphonie eine leise, verhauchte und resonanzarme, monotone Stimme.

Weitere Symptome wie schnelle Stimmermüdung, Fremdkörpergefühl im Hals, Sprechanstrengung

und Hochatmung können an der Stimmstörung beteiligt sein.

 

- Gemischte Dysphonie

 

Stottern

Stottern ist in dem Bereich der Redeflussstörungen einzuordnen.

Das Stottern wird auffällig durch Hemmungen oder Unterbrechungen beim Sprechen.

Durch die Stottersymptome wird die interpersonelle Kommunikation gestört.

Sprachlich zeigt sich dies in Vermeidungs-, Umwegs-, Hilfs-, Aufschubstrategien.

Das Stottern ist oft symptomatisch begleitet von Sprechangst.

Der Therapieansatz beruht auf einem ganzheitlichen Konzept, in das Ansätze

aus den Bereichen Entspannung, Atmung, Sprechhilfen, Stärkung der Persönlichkeit etc.

miteinbezogen werden.

 

Poltern

Poltern ist eine Redeflussstörung mit einem sehr schnellen und überstürzten Sprechablauf.

Die Sprechbewegungen sind oft schneller als die Atem- und Stimmbewegungen.

Dadurch werden Polter- Symptome wie Auslassungenn von Wörtern und Silben,

Wortverschmelzungen und Satzumstellungen deutlich.

Myofunktionelle Therapie

                                                                                                                                 myofunktionelle Therapie

Die myofunktionelle Therapie ist eine Muskelfunktionstherapie

im Mund- und Gesichtsbereich.

Sie  ist eine Behandlungsmethode zur Korrektur oder Verbesserung

der Fehlfunktionen von Kau- und Gesichtsmuskulaturen,

wobei starke Muskeln geschwächt und schwache Muskeln gestärkt werden.

 

Das Ziel ist das Schaffen eines Muskelgleichgewichts.

 

Vorrangig werden hier Kinder und Jugendliche mit einer Zahnfehlstellung

bzw. einem fehlerhaften Zungenpressen vom Zahnarzt oder Kieferorthopäden überwiesen.

 

Sprachentwicklungsverzögerung / -störung

Eine verzögerte Sprachentwicklung kann definiert werden als das Ausbleiben oder

als ein verlangsamtes, spärliches und fehlerhaftes Einsetzen der kindlichen Sprache.

Die Entwicklung sprachlicher Leistungen, das heißt Sprachverständnis, Wortschatz,

Lautbildung und Satzbildung weichen von der Altersnorm ab.

Eine Sprachentwicklungsverzögerung liegt vor, wenn die Bereiche der Sprachentwicklung 

nicht innerhalb der „normalen“, physiologischen Entwicklungszeiträume erreicht werden.

 

Die Therapie beruht auf eine komplexe Förderung und Erweiterung der Artikulation,

der Satzbildung, des aktiven Wortschatzes und des Sprachverständnisses.

 

Eine Sprachentwicklungsbehinderung liegt vor, wenn die Ursache einer Sprachentwicklungsstörung

eine frühkindliche Schädigung des Zentralnervensystems (vor Abschluss des Spracherwerbs) ist.

Dyslalie     

Dyslalie ist eine Sprach- und/oder Sprechstörung (phonologische / phonetische Störung).

Die Artikulation ist hierbei gestört. Einzelne Laute und/oder Lautverbindungen fehlen völlig

(z.B. 'Lume' statt 'Blume') oder werden durch andere Laute/Lautverbindungen ersetzt

('Tinderdarten' statt 'Kindergarten').

Der Lautgebrauch oder der sprachliche Lauterwerb sind gestört.

In der kindlichen Sprachentwicklung kann die Dyslalie physiologisch auftreten,

da auditive Fähigkeiten, Motorik und Kinästhesie noch nicht voll ausgebildet sind.

dyslalie

Aphasie

Die Aphasie ist eine erworbene zentrale Sprachstörung,

die durch hirnorganische Schäden entsteht.

Die Aphasie tritt nach einem abgeschlossenen Erwerb der Muttersprache auf.

Alle Komponenten des Sprachsystems (Lautstruktur, Wortschatz, Satzbau,

Bedeutungsinhalte) können beeinträchtigt sein.

Die aphasischen Störungen erstrecken sich auf alle expressiven

und rezeptiven Sprachmodalitäten, d.h. auf Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben.

 

Dysarthrie

Die Dysarthrie ist eine Störung des Sprechens. Die Dysarthrie zeigt sich in Störungen der Lautbildung (Artikulation),

Stimmgebung (Phonation), Sprechmelodie (Prosodie), Sprechatmung (Respiration)

und in einer eingeschränkten Beweglichkeit der Gesichtsmuskulatur und Mimik.

Ursachen sind meist Entzündungen des Gehirns und seiner Häute,

Schädel- Hirn- Traumen, Durchblutungsstörungen im Gehirn, Tumore und hirnarthrophische Prozesse.

Apraxie

Für alle Bewegungsabläufe wie zum Beispiel Zähneputzen wird vom Gehirn eine Art

Bewegungsprogramm erstellt, damit sich jeder Muskel zum richtigen Zeitpunkt

in der korrekten Stärke bewegt und alle Muskeln im Einklang zusammenarbeiten.

Bei einer Schädigung einer Gehirnhälfte können diese Bewegungsprogramme

durcheinander geraten. Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, Bewegungsabfolgen

korrekt zu planen und auszuführen.

 

Sprechapraxie

Die Sprechapraxie tritt häufig im Zusammenhang mit einer Aphasie auf. Die Ursachen liegen in einer Schädigung

der sprachdominanten Gehirnhälfte. Die Sprechapraxie ist eine Störung der räumlichen und zeitlichen Planung

und Steuerung von Sprechbewegungen.

Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, die nötigen Sprechprogramme korrekt einzuleiten, durchzuführen

und aufeinander abzustimmen.

Dies zeigt sich beim Sprechen in Suchbewegungen, Ersatzbewegungen und Lautersetzungen.

Auch die Sprechmelodie (Prosodie) kann auffällig sein.

 

Buccofaciale Apraxie

Bei der buccofacialen Apraxie können Gesichts- und Mundbewegungen nach Aufforderung

nicht richtig durchgeführt oder imitiert werden. Die Betroffenen zeigen Suchbewegungen

oder führen die Bewegungen ( z.B. Stirnrunzeln, Pfeifen etc. ) nicht korrekt aus.


Dysphagie

Die Dysphagie ist eine erworbene Schluckstörung.

Ursachen können Hirnerkrankungen, – verletzungen oder Muskelerkrankungen

im Säuglings-, Kindes- und Erwachsenenalter sein.

Dysphagien treten auch häufig zusammen mit akuten Schlaganfällen,

aber auch bei anderen neurologischen Erkrankungen auf.

Die Schluckstörung führt zu einer Beeinträchtigung bis hin zum Verlust des Essvorganges,

deshalb werden stark Betroffene anfangs über eine Magen- oder Nasen-Sonde ernährt.

 

Wichtige Reflexe wie der Schluckreflex und der Würgreflex fallen

bei Sensibilitätsstörungen aus, Schutzfunktionen wie Räuspern und Husten fehlen.

Feste und flüssige Speisen können so in die Luftröhre bzw. in die Atemwege gelangen.

Im schlimmsten Fall führt dies zu einer erhöhten Körpertemperatur oder zu einer Lungenentzündung.

 

Neurophysiologische Entwicklungsförderung NDT/INPP®

NDT bedeutet “Neuro-developmental Delay and Training”,

INPP steht für “The Institute of Neuro-Physiological Psychology”.

 

Das Institut befindet sich in Chester/England (Leitung Mrs. Sally Goddard Blythe). Der deutsche Standort

ist das Institut für Neurophysiologische Psychologie in Laboe (Leitung Frau Thake Hansen-Lauff).

Der Therapieansatz ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene gleichermaßen interessant.

Das INPP fand heraus, dass der Bedarf an einer Hemmung bzw. die Notwendigkeit

zur Kompensation noch vorhandener frühkindlicher Reflexe oft ein Leben lang fortbesteht.

 

Die gesunde Entwicklung eines Kindes zu unterstützen ist das Ziel aller Eltern.

Dies ist besonders schwer, wenn das Kind Probleme mit der Entwicklung hat.

 

Beispiel Sprachentwicklungsverzögerung:

Eine Sprachentwicklungsverzögerung beruht auf Veränderungen des Spracherwerbs im Sprachsystem

und entsteht infolge eines verlangsamten Einsetzens der kindlichen Sprache.

Ursachen einer verzögerten Sprachentwicklung können sein:

Mangelnde sprachliche Anregung und Anforderung

- Frühkindlicher Hirnschaden

- Taktil – kinästhetische und feinmotorische Störungen

- Allgemeine körperliche Entwicklungsverzögerung

- Erbliche Faktoren (z. B. familiärer Sprachschwächetypus)

- Hörstörungen

- Mangelnde Intelligenz (z.B. durch eine geistige Behinderung)

- Apraxie oder Dyspraxie von Lippen und Zunge

 

In der Vorschulzeit hoffen viele Eltern, dass sich die Probleme ihres Kindes noch verwachsen.

Allerdings verstärken sich die Schwierigkeiten häufig mit dem Eintritt in die Schule.

Mindestens 10 – 15 % der normal begabten Kinder der Grundschule haben mehr oder minder

starke Probleme beim Lernen. Gerade auf den Schreibunterricht, bei dem eine ausreichend entwickelte

Motorik von großer Bedeutung ist, sind viele Kinder bei Schulbeginn nicht ausreichend vorbereitet.

Unterschiedliche Entwicklungsstände und Intelligenz der Schüler bedingen, dass die Kinder

die Schreibreife individuell zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten erreichen.

 

Für entwicklungsverzögerte Kinder ist daher eine sorgfältige Vorbereitung unerlässlich, damit

diese Aufgabe überhaupt gelingen kann. Mögliche Schwierigkeiten sollten daher so gut wie möglich

im Vorfeld ausgeräumt werden, damit Lesen und Schreiben nicht zu einer unüberwindlichen Hürde werden.

Um mühelos Lesen, Rechnen und (Recht-)Schreiben zu lernen, müssen beim Kind alle Systeme des Körpers

reibungslos zusammenarbeiten.

Eine gelungene und ausgereifte Entwicklung der Sinne (v.a. Hören, Sehen, Fühlen, Eigenwahrnehmung)

und der Motorik (Bewegung) ist Voraussetzung für die Bewältigung der schulischen Anforderungen.

Störungen in der Zusammenarbeit dieser Funktionen zeigen sich besonders deutlich

in den ersten Schuljahren oder mit Zunahme des zu bewältigenden Lernstoffes.

 

„In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und ausgewogen ablaufen,

erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung,

ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz natürlicher Zustand.“

(A. Jean Ayres)

 

Zielsetzung der Neurophysiologischen Entwicklungsförderung

In vielen Studien wurde gründlich belegt, dass sich auch “normale” Kinder durch mehr oder minder stark

ausgeprägte persistierende frühkindliche Reflexe in manchen Bereichen weniger gut entwickeln können.

Dies ist jedoch in der alltäglichen Erziehungs- und Schulpraxis noch weitgehend unbekannt.

Die Möglichkeit, hinter vielen Lern-, Verhaltens-, Bewegungs- und Wahrnehmungsproblemen bei Kindern

neurophysiologische Reifestörungen in Gestalt fortbestehender frühkindlicher Reflexe zu entdecken,

eröffnet ganz neue Chancen.

Viele Kinder befinden sich in langjähriger ergotherapeutischer, logopädischer und/oder

physiotherapeutischer Behandlung und machen nur langsam Fortschritte.

Das Ziel der Neurophysiologischen Entwicklungsförderung NDT/INPP® gibt diesen Kindern die Chance,

an den Ursachen ihrer Probleme zu arbeiten und nicht nur einige Symptome zu verbessern.

Das Bewegungsübungsprogramm ermöglicht es, nicht durchlaufene Entwicklungsschritte

im zweiten Anlauf nachzuholen.

Erziehungs-, Lern- und Verhaltensprobleme verschwinden, weil sich die Reflexstruktur normalisiert,

indem frühkindliche Reflexe gehemmt und damit Halte- und Stellreaktionen herausgebildet werden können.

Damit kann dem Kind die Möglichkeit gegeben werden, sein Potential effektiv zu nutzen.

 

“Wenn man ein Haus baut, sollte man nicht mit dem Dach anfangen, sondern mit dem Fundament”

(Sally Goddard Blythe)

 

Vorgehensweise

1. Anfangsberatung und Zusammentragen der bisherigen kindlichen Entwicklung (Fragebogenerhebung)

2. Umfangreiche Untersuchung zur Erfassung der neurologischen Entwicklungsstandes in den Bereichen:

 - Gleichgewicht und Bewegungskoordination

 - Grob- und Feinmotorik

 - Anwesenheit frühkindlicher Reflexe und/oder Abwesenheit von Halte- und Stellreaktionen

 - visuelle Wahrnehmung

 - Auge- Hand- Koordination

 - Entwicklung der Seitigkeit(Lateralität)

 - Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten

 - Verhalten

3. Besprechung der Testergebnisse, hierbei wird der neurophysiologische Entwicklungsstand

    zu den Problemen des Kindes in Beziehung gesetzt und ein individuelles Trainingsprogramm erstellt.

4. Häusliches Übungsprogramm

    (detaillierte Einübung mit schriftlicher Anleitung; Tägliche Übungsdauer: 5 bis 15 Minuten)

5. Wiedervorstellung nach ca. 8 Wochen mit erneuten Testungen und Anpassung des Übungsprogrammes

 

Frau Schwake informiert Sie gerne in einem kostenlosen Beratungsgespräch: 030-24085898

 

Wahrnehmungsstörungen

                                                                                                                                        wahrnehmungsstoerung

Viele Menschen haben Schwierigkeiten im sprachlichen Bereich aufgrund von Wahrnehmungsstörungen.

Die Wahrnehmung steht mit allen Sinnen in enger Verbindung. Wahrnehmung ist das Registrieren

sensorischer Informationen im Gehirn. Kognition ist die Interpretation und das Verstehen dieser Information.

Das Lernen findet im Gehirn statt, das Transportmittel für den Erwerb des Wissens ist jedoch der Körper.

Damit der Mensch den Ansprüchen des Lernens und Umsetzens gerecht werden kann,

müssen mindestens 3 Systeme im Körper gut zusammenarbeiten:

- Aufnahme von Informationen im Gehirn

- Verarbeiten von Informationen im Gehirn

- Reaktion bzw. Antwort auf diese Informationen über das efferente Nervensystem

Das efferente Nervensystem leitet Informationen vom Gehirn in den Körper.

 

Die Sinne:

a) Das Gleichgewicht und die vestibuläre Wahrnehmung:

Das Gleichgewichtssystem entwickelt sich in der Schwangerschaft bereits sehr früh und hat um

die 16. Schwangerschaftswoche seine Funktion aufgenommen. Die Funktion besteht darin,

dem ungeborenen Kind einen Richtungs- und Orientierungssinn im Mutterleib zu geben.

Nach der Geburt erleichtert das Gleichgewichtssystem den Umgang mit der Schwerkraft.

Es ist für die Überwachung des Austausches aller Sinneswahrnehmungen zwischen Gehirn

und Körper verantwortlich. Das vestibuläre System hat die Aufgabe, das Gleichgewicht zu erleichtern.

Bei jeder Änderung der Kopfhaltung im Raum hilft das System, Körperhaltung und - bewegung

zu überwachen und ggf. zu regulieren.

 

b) Die taktile Wahrnehmung

Berührungsrezeptoren bedecken den ganzen Körper. Sie geben Aufschluss über Druck, Hitze, Kälte,

Lage und Schmerz. Hierfür ist der somatosensorische Kortex im Gehirn verantwortlich.

Die taktile Unterscheidungsfähigkeit stellt uns eine große Menge an Informationen zur Verfügung.

Berührung ist deshalb für ein Kind wichtig, damit sich die eigene Körperwahrnehmung besser entwickeln kann.

 

c) Die visuelle Wahrnehmung

Das Sehen ist u.a. eine wichtige Voraussetzung für das schulische Lernen. Eine komplexe Reihe von neuronalen

Verbindungen sind dafür verantwortlich, wie wir sehen und auf welche Weise wir die Welt wahrnehmen.

 

d) Die auditive Wahrnehmung

In den ersten 3 Lebensjahren muss ein Kind lernen, die Ohren auf die speziellen Frequenzen

seiner Sprache einzustellen. In dieser Zeit können verschiedene Sprachen am leichtesten gelernt werden.

Viele Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Sprachstörungen zeigen Probleme bei der akustischen Unterscheidung.

Eine Ursache hierfür können zum Beispiel häufige Hals- Nasen- Ohren- Infektionen

in früher Kindheit sein, die über einen längeren Zeitraum immer wieder zu Hörverlusten führen.

 

Facio-Orale-Trakt-Therapie F.O.T.T.

Bei neurologisch bedingten Störungen des Gesichts – Mund - Bereichs und des

Schluck- und Sprechtrakts arbeiten wir nach dem Facio-Oralen-Trakt (F.O.T.T.)-Konzept.

 

Frau Lorenz spezialisierte sich durch Weiterbildungen und in der praktischen Arbeit

mit den betroffenen Patienten auf diese Behandlungsmethode.

Die von Kay Coombes entwickelte Therapie hat ihre Wurzeln im Bobath-Konzept

und beinhaltet wie diese eine vielschichtige Sichtweise neurologischer Probleme

und ihre Auswirkungen auf das menschliche Verhalten.

Das Vorgehen basiert auf der Verbindung von theoretischen und praktischen

Erkenntnissen normaler Bewegungs- und Handlungsabläufe und

ihrer Abweichungen bei neurologischen Schädigungen.

Ziel ist es, den gestörten Tonus und die Haltung so zu beeinflussen, dass die Funktionen Atmen,

Stimme geben, Sprechen und Nahrungsaufnahme wieder koordiniert und sicher ablaufen können.

Die Selbstständigkeit des Patienten soll wieder hergestellt bzw. maximal gefördert

und ihm eine Teilnahme am sozialen Leben ermöglicht werden.

Die Behandlungsschwerpunkte werden auf die Individualität des Patienten,

seine Persönlichkeit und sein Störungsbild abgestimmt.

 

Entspannungstraining für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Progressive Muskelentspannung

Entspannung als vielseitig einsetzbare Technik

 

Entspannungsübungen werden zum Abbau von Unruhe und Nervosität

sowie von Unsicherheiten und Ängsten eingesetzt.

Aber auch andere Schwierigkeiten kann man damit abbauen:

z.B. Einschlafstörungen, Erschöpfungszustände und allgemeine Überregbarkeit.

Das Erlernen von Entspannung erleichtert eine realistische Selbstwahrnehmung.

Darüber hinaus dient ein Entspannungstraining zur unmittelbaren Beeinflussung körperlicher Beschwerden:

z.B. Zum Abbau von Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich, zur Vorbeugung

oder zum Abbau von Kopfschmerzen, zum Lösen sonstiger Körperverspannungen ( wie z. B. Magenschmerzen),

zur Minderung akuter Schmerzen oder zur Sicherstellung einer besseren Durchblutung.

Auch in akuten Krisensituationen ( z.B. In Raucher- und Drogenentwöhnungsprogrammen

und in der Sterbebegleitung) kommt Entspannung zum Einsatz.

Darüber hinaus werden Entspannungsverfahren genutzt, um die Lern- und Konzentrationsfähigkeit

des Menschen zu erhöhen, seine Kreativität zu steigern und um zur Verbesserung

eines allgemeinen Wohlbefindens beizutragen.

 

 

Warum Progressive (fortschreitende) Muskelentspannung?

 

Viele Menschen sprechen sehr gut vor allem auf dieses Verfahren an,

weil sie etwas „tun“ können und zum Entspannen nicht nur still sitzen oder liegen müssen.

Das hat sich besonders bei unruhigen Kindern / Jugendlichen bewährt, die Stille und Ruhe erst lernen wollen.

→ Der Einstieg ist eine kurze Anspannung der Willkürmuskulatur,

also der Muskeln, die willentlich gesteuert werden können.

Anschließend werden diese Muskeln für deutlich längere Zeit entspannt.

 

 

Warum soll mein Kind Entspannung lernen?

 

- Unkonzentriertheit

- Fehlende innere Ruhe

- Schulstress

- Angst vor Klassenarbeiten

- Mangelndes Selbstbewusstsein

- Psychosomatische Beschwerden wie häufige Kopf- und Bauchschmerzen

- Bettnässen

- Nägelkauen etc.

 

 

Wie wirkt Entspannung bei meinem Kind?

 

Das Erlernen von Entspannungs- und Konzentrationstechniken sollte nicht in erster Linie

bessere schulische Leistungen zum Ziel haben – auch wenn diese oft die Folge sind.

Vielmehr geht es darum, ein gesundes Selbstvertrauen zu entwickeln und die Fähigkeit zu entdecken,

Einfluss auf sich selbst zu nehmen. So kann man den Kindern und Jugendlichen helfen,

den Belastungen des Alltags mit Zielstrebigkeit und Freude entgegen zu sehen.

 

 

Die Progressive Muskelentspannung wird in Gruppen ( ca. 4 bis 10 Personen) durchgeführt.

 

Bitte sprechen Sie uns an und vereinbaren ein kostenloses Informationsgespräch.

 

 

 

Therapie von geistig- und körperlich Behinderten

Die logopädische Behandlung von Behinderungen ist aufgrund der verschiedenen Schweregrade

bei geistigen und / oder körperlichen Beeinträchtigungen (Mehrfachbehinderungen)

eine sehr komplexe Therapie.

 

Eine umfassende Diagnostik sowie unterschiedliche Behandlungsansätze und Fördermöglichkeiten

sind notwendig.

Eine Sprachentwicklungsbehinderung liegt vor, wenn die Ursache einer Sprachentwicklungsstörung

eine frühkindliche Schädigung des Zentralnervensystems (vor Abschluss der Sprachentwicklung) ist.

Die Bereiche der Artikulation, der Grammatik, des Sprachverständnisses und des Wortschatzes sind beeinträchtigt

und mit einer geistigen Behinderung und / oder mit einer Lernbehinderung kombiniert.

 

Viele Menschen mit einer Körperbehinderung haben sensomotorische Störungen im Mund- und Gesichtsbereich

( orofacialer Komplex ), die sich in verschiedenen Funktionen zeigen, zum Beispiel beim Essen und Trinken,

bei der Speichelkontrolle und beim Sprechen.

Störungen dieser Funktionen können für Betroffene und Bezugspersonen ein großes Problem darstellen.

Die Therapieschwerpunkte sind auf Verbesserungen der Nahrungsaufnahme,

Speichelkontrolle und Zahnpflege gerichtet.

 

Näseln

Das Näseln kann organische oder funktionelle Ursachen haben.

Es entsteht bei der Stimmgebung durch eine veränderte nasale Luftlenkung.

Man unterscheidet das Näseln zwischen einer Störung des Stimmklanges

( Rhinophonie ) und einer Störung der Lautbildung ( Rhinolalie ),

oft werden jedoch beide Begriffe synonym verwendet.

 

Es gibt 3 Formen des Näselns:

- Offenes Näseln ( Rhinolalia / Rhinophonia aperta)

Beim offenen Näseln liegt eine verstärkte Nasenresonanz bei den oralen Lauten

( alle Laute außer /m/, /n/, /ng/ ) vor. Es kann durch Störungen der Gaumensegelfunktion

( Gaumenspalte, Gaumensegellähmung ) oder als Ausdruck einer Schonhaltung des Gaumensegels entstehen,

die zu einem mangelnden Abschluss der Mundhöhle gegenüber des Nasenraumes führen.

 

- Geschlossenes Näseln ( Rhinolalia / Rhinophonia clausa )

Beim geschlossenen Näseln liegt eine verminderte Nasenresonanz bei der Bildung oraler Laute vor.

In den meisten Fällen sind organische Ursachen verantwortlich wie zum Beispiel adenoide Vegetationen

( im Volksmund: Polypen ).

 

- Gemischtes Näseln ( Rhinolalia / Rhinophonia mixta )

Beide Komponenten des Näselns können vorhanden sein.